Bessere Usability = Geräte für alle!

Usability bei Produkttests

(c) Syda Productions

Warum Usability einen höheren Stellenwert in Produkttests bekommen sollte.

Immer, wenn ein neues Gerät wie Laptop oder Smartphone oder gar eine neue Geräteklasse wie Tablet-Computer veröffentlich wird, kommen die IT-Publikationen – Print wie online – zum Zug und stellen das Gerät auf den Prüfstand. Die inneren Werte wie Speichergröße, verbauter Prozessor, Taktfrequenz, Preis-/Leistungsverhältnis und vieles mehr testen sie nach ausgefeilten Verfahren.

Ein Aspekt, der auch untersucht wird, aber nur einer unter vielen ist, ist Usability. Auf deutsch: Die Benutzerfreundlichkeit von Geräten. Benutzerfreundlichkeit bedeutet, dass die Hardware und auch die Benutzeroberfläche so aufgebaut sind, dass der Nutzer das Gerät intuitiv verwenden kann.

Die meisten Autos sind intuitiv bedienbar

Bei Autos haben sich gewisse Standards etabliert: Gaspedal rechts, Bremse in der Mitte, Kupplung links. Bei PCs inzwischen auch – man denke an die Proteste, die es gab, als Microsoft mit Windows 8 den Start-Knopf abschaffte. Viele Geräteklassen aber sind so neu, dass es noch keine Standards geben kann. Hier sind also die Entwickler gefragt, die Geräte so zu gestalten, dass jeder sie bedienen kann.

Touchscreens haben es sehr vereinfacht, Computer zu bedienen

Erfreulicherweise sind die Fortschritte auf diesem Gebiet groß. Touchscreens sind sehr intuitiv zu bedienen, wenn es darum geht, auf dem Computer, Tablet, Smartphone zu navigieren. Die Fortschritte der letzten 20 Jahre – wir erinnern uns: DOS und Windows 3.1, Linux in den Kinderschuhen, nur über die Kommandozeile zu bedienen – sind wirklich beeindruckend.

Ältere Menschen etwa, die „analog sozialisiert“ sind, haben aber dennoch oftmals Berührungsängste mit Laptops, Tablets oder Smartphones. Vermutlich die, an dem teuren Gerät „etwas kaputt zu machen“, was konkret wohl bedeutet, etwas zu verstellen, das sie nicht wieder rückgängig machen können. Verständlich – denn seien wir ehrlich: Es braucht eine Weile, bis klar ist, dass Fehler auch ohne fehlerhafte Eingaben passieren und dass sich die meisten Probleme beheben lassen, wenn man weiß wo und wie. Benutzer mit Berührungsängsten aber brauchen so praktikable Standardeinstellungen wie möglich. Glücklicherweise können wenig erfahrene Nutzer die Standardeinstellung in den meisten Fällen einfach beibehalten.

Moderne IT lässt sich auch besonderen Bedürfnissen anpassen

Aber es gibt auch Benutzer, die mit Standardeinstellungen wenig anfangen können, weil sie andere Bedürfnisse als die meisten haben. Etwa Sehbehinderte. Ein Leben ohne Computer und Internet ist heute fast undenkbar – aber genauso undenkbar ist es, dass Sehbehinderte sie so nutzen wie Sehende. Erst muss der Benutzer wissen, was er braucht, um das Gerät entsprechend einstellen zu können. Dazu muss er aber wissen, was sich alles einstellen lässt und wo, also zumindest ein Grundverständnis haben. Quasi ein Henne-Ei-Problem. Hier kann es sich lohnen, sich von einem erfahreneren Benutzer unterstützen zu lassen oder im Notfall für ein paar Euro einen Servicemitarbeiter in Anspruch zu nehmen.

Es ist wünschenswert, dass die Entwicklung der Usability in diesem Tempo weitergeht. Dass PC-Publikationen es in ihre Tests einbeziehen, hat sicher zu dieser Entwicklung beigetragen. Bemerkenswert ist hier die Fachzeitschrift c’t, weil sie nicht einfach Noten vergibt, sondern die Stärken und Schwächen der Testgeräte individuell beschreibt, eben auch Usability. Sie ist der Schlüssel dafür, dass alle Menschen Laptops, Smartphones, Tablets und Navigationsgeräte so nutzen können, wie es ihren Bedürfnissen entspricht – erst dann sind es wirklich Geräte für alle.


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