24. Juli 2016

Achtung Shitstorm?

164H - Gratisography

Shitstorm? Warum ich dieses Argument bei Social Media Gegnern nicht gelten lasse

Social Media kann mitunter mühselig sein. Damit meine ich jetzt nicht, sich immer wieder neue Ideen für Posts ausdenken zu müssen oder sich eine Follower-Basis aufzubauen. Nein, ich meine den Gegenwind aus der Chefetage. Von den Teilnehmern aus unseren Social Media Seminaren hören wir viele ähnliche Geschichten: Nach den Workshops sind sie zurück im Büro total motiviert und wollen mit tausend Ideen im Kopf sofort loslegen. Doch sie werden ausgebremst von ihren Chefs, der Rechtsabteilung oder anderen Entscheidern, weil diese Angst vor den Sozialen Netzwerken haben – schließlich wollen sie ja keinen Shitstorm lostreten. Entweder verwaist dann der frisch aufgesetzte Social Media Auftritt, weil zurückgerudert wurde. Oder die Postings sind alles andere als aktuell, weil der Chef alles freigeben muss und sich dafür auch mal mehrere Wochen Zeit nimmt. Dritte Alternative: Nach anfänglicher Euphorie hat sich nun ein Nutzer „erdreistet“, einen „total negativen Kommentar“ zu posten. Natürlich muss dieser sofort gelöscht werden und jetzt ist erstmal Schluss mit diesem Sozialen Netzwerk, schließlich war ja schon immer klar, dass es einmal zu einem Shitstorm kommen wird.

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17. Juni 2013

Meine webinale 2013 – ein Resumée

Gastbeitrag von Stefan Munko, Blogger und PR- und Social Mediaberater in Hamburg

Nach dem Klassentreffen der Branche, der re:publica Anfang Mai in Berlin, war die webinale 3.-5.Juni 2013 also der zweite Kongress Digitalschaffender in kurzer Zeit

Webinale 2013 in Berlin Foto: Stefan Munko

Webinale 2013 in Berlin Foto: Stefan Munko

Mit dem maritim pro arte in Berlin war man dieses Mal in einer klassischen Konferenzumgebung. Bis zu 7 Räume davon 2 Säle, das reichte für die Teilnehmerzahl gut aus. Den Auftakt machte am Montag Prof. Wolfgang Henseler, Gründer und Managing Creative Director des Offenbacher Designstudios Sensory Minds, der aufzeigte wie Apps, Tablets und smarte Medien unsere Wirtschaft, unser Leben und unsere Gesellschaft verändern werden – eine “Trendreise in die Welt des Webs von morgen“ wurde versprochen und es wurde eine. Er skizzierte das Bild einer intermedialen Welt, in der das Analoge und das Digitale miteinander verschmelzen. Es gelte, nicht mehr nur Schwarz-Weiß zu denken, sondern alle Facetten zu betrachten. Denn alles vernetze sich – global und lokal. Der gesamte Vortrag ist hier zu sehen.

Was vorhanden sein muss, bevor eine App entsteht

Den Rest des Vormittags verbrachte ich in einem Workshop zur „Genese einer App“. Referent Christoph Kolb von Creative Lab führte uns durch die Phasen von der ersten Idee bis zum Punkt, wo Feinkonzept und Programmierarbeit beginnen würden. Gleich zu Beginn lernten wir: „Apps sind Lösungen. Vor jeder Lösung steht ein Problem. Vor jedem Problem steht die Erkenntnis.“ Zwar existierten zu jedem Problem unendlich viele potenzielle Wege – und die meisten davon seien eher nicht auf direktem Weg sondern über Umwege zum Ziel. Christoph Kolb alias @eightslashnine teilte uns in zwei interdisziplinäre Gruppen aus Webdesignern, Technikern und Kommunikationsleuten ein und führte uns von ersten Lösungen, die wir für ein selbstformuliertes Problem gefunden hatten, zum ersten Layout für eine weiterzuentwickelnde App, die dieses spezielle Problem mit einem der möglichen Lösungswege löst. Hier ging es vor allem darum, zunächst auch unwahrscheinlich klingenden Lösungen in einem kreativen Prozess zu formulieren und sich später auf eine zu einigen. Die Gruppe mit der besseren Idee wollte er zum Kaffee einladen – am Ende gingen wir alle mit ihm zu Starbucks in der Friedrichstraße. Diesen schönen Vortrag habe ich daher verpasst aber wozu gibt´s slideshare: Management Brainfucks „Wie erkläre ich einem klassischen Manager, warum Programmierer effizienter werden, wenn sie mit zwei Leuten an der gleichen Aufgabe sitzen? Warum ein Programmierer in 14 Stunden täglich nicht mehr schafft als in 8, warum ein Team schneller wird, wenn man das Programmiergenie entfernt.“

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26. März 2013

Tipps für Krisenkommunikation in Social Media

Das Schöne an Social Media ist, dass Menschen sehr einfach viele andere Menschen erreichen können. Das Schlechte an Social Media ist, dass Menschen sehr einfach viele andere Menschen erreichen können.

(c) Fotalia.com

(c) Fotalia.com

Schlecht ist das nämlich dann, wenn diese Menschen unzufriedene Kunden von Ihnen sind, die ihre Unzufriedenheit mit Ihrem Unternehmen nicht nur ihrem Freundes- und Bekanntenkreis mitteilen, sondern vielen anderen Menschen auf Ihren Social-Media-Plattformen.

Nicht jede negative Meinungsäußerung ist ein shitstorm

Negative Meinungen im Social Media werden gemeinhin als shitstorm bezeichnet. Durchaus inflationär, wie der Netzprophet Sascha Lobo bemerkt, der sich bereits dafür entschuldigt, diesen Begriff eingeführt zu haben.

Nun ist nicht jede negative Äußerung in einem sozialen Netzwerk gleich ein shitstorm. Ob shitstorm oder nur negative Rückmeldung, Unternehmen sollten reagieren – aber wie?

Lassen Sie sich von Kritikern nicht provozieren

Unternehmen, die negative Meinungsäußerungen auf ihrer Facebook-Seite – oder einer anderen Social-Media-Plattform –  ignorieren, tun sich damit keinen Gefallen. Ignoranz heizt den Unmut Ihrer Fans und Follower nur weiter an. Denn dadurch fühlen sie sich missachtet und schlagen dann erfahrungsgemäß immer schrillere Töne an. Wenn Ihnen negative Meinungen allein zu langweilig sind und Sie Lust auf einen richtigen, ausgewachsenen shitstorm haben, der seinen Namen verdient, können wir das Löschen von Kommentaren empfehlen. Ironie beiseite: Solange sie nicht strafrechtlich relevant sind, sollten Sie keine Kommentare löschen.

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