16. Mai 2013

Margaret Bourke-White im Kunstfoyer München

Das Kunstfoyer der Versicherungskammer Bayern in München ist ab 16. Mai einmal mehr Entdeckungsort einer außergewöhnlichen Fotoausstellung. Sie präsentiert Werke der wohl bekanntesten amerikanischen Foto-Essayistin: Margaret Bourke-White. Die Schau „Moments in History, 1930-1946“, die zuvor bereits im Berliner Walter-Gropius-Bau zu sehen war, zeigt 150 Exponate, darunter natürlich Originalabzüge, Briefe, Bücher und Zeitschriften. Den Schwerpunkt bilden Bourke-Whites Aufnahmen der 1930er und 40er-Jahre, die in der Sowjetunion, der Tschechoslowakei, Deutschland, England und Italien entstanden sind.

Margaret Bourke-Whites Industriefotografie

Entrindungsmaschine zur Verarbeitung von Kiefernholz zu Papier in der Fabrik der Union Bag & Paper Co. Savannah, Georgia, Mai 1939 (The Gary Davis Collection, New York © Time & Life / Getty Images)

Entrindungsmaschine zur Verarbeitung von Kiefernholz zu Papier in der Fabrik der Union Bag & Paper Co. Savannah, Georgia, Mai 1939 (The Gary Davis Collection, New York © Time & Life / Getty Images)

Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll die große Spannbreite von fotografischen Themen, die Margaret Bourke-White abgedeckt hat: Industrie- und Architekturfotografie, Werbefotografie, Porträts, Kriegsreportagen und Fotoessays. Deshalb hat rückblickend FAZ online Recht, wenn sie über die Berliner Ausstellung schreibt: „Was die Ausstellung eindrücklich vor Augen führt, ist die ungeheure, thematische und ästhetische Spannbreite, die eine Fotografenkarriere im zwanzigsten Jahrhundert mühelos umfassen konnte.“ (faz.net)

Ich bin ein großer Fan von Industriefotografie. Deshalb hat mich dieser Teil der Ausstellung besonders begeistert. Anhand der Auswahl unterschiedlichster Industriefotografien aus verschiedenen Zeiten und Ländern ist die veränderte Sichtweise Margaret Bourke-Whites auf ihre industriellen Motive gut nachzuvollziehen. Ihre ersten Bilder von Fabriken und Maschinen bestechen durch eine sachliche Ästhetik und zeigen offen eine beinahe schon verheißungsvolle Bewunderung für Technik, bei der der Mensch völlig in den Hintergrund rückt. In ihren späteren Aufnahmen gewinnt der Mensch gegenüber der Maschine zunehmend an Bedeutung, die Maschine verliert ihre Verheißung.

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