19. Januar 2016

Instagram – Must-have für das Social Media Portfolio

Instagram

Jason A. Howie via VisualHunt / CC BY

Facebook und Twitter sind heute schon fester Bestandteil des Social Media Portfolios von B2C- und B2B-Unternehmen. Doch inzwischen etabliert sich ein weiteres soziales Netzwerk, dem Sie größere Aufmerksamkeit schenken sollten: Instagram. Das größte Fotosharing-Netzwerk der Welt legt den Fokus komplett auf Bilder und trifft damit den Nerv der Zeit. Auf der DLD Konferenz in München verkündete Instragram-Managerin Marne Levine ganz aktuelle Zahlen: Neun Millionen Deutsche nutzen das Netzwerk bereits. Insgesamt kann die Plattform nach nur fünf Jahren bereits über 400 Millionen aktive Nutzer aufweisen und hat dabei eine enorm hohe Interaktionsrate. Trotzdem sind erstaunlich wenige Unternehmen vertreten.

Was spricht für Instagram?

Die Nutzerzahlen von Instagram steigen stetig und während die Fans bei Facebook nur noch eine Auswahl der geposteten Beiträge angezeigt bekommen, sehen sie auf der Bildplattform 100 Prozent der Fotos ihrer abonnierten Accounts. Außerdem ist die Interaktionsrate bei Instagram deutlich höher als bei den anderen sozialen Netzwerken: Eine Instagram-Studie von Quintly zeigt, dass sie hier durchschnittlich bei 4,8 Prozent liegt. Im Vergleich dazu beträgt die Interaktionsrate von Facebook 0,72 Prozent und die von Twitter nur 0,25 Prozent. Diese Zahlen lassen sich natürlich nicht auf alle Unternehmensprofile übertragen, da es viele Privat-Accounts gibt und Lifestyle-Unternehmen aus den Bereichen Food, Sport und Mode wie etwa GAP und GoPro es doch deutlich einfacher haben, mit ansprechenden Bildern Likes und Follower zu generieren. Aber auch B2B-Unternehmen müssen sich nicht verstecken. Mit ansprechenden und hochwertigen Bildern, die eine Geschichte erzählen und einen sonst seltenen Blick hinter die Kulissen erlauben, können auch sie einen erfolgreichen Instagram-Account aufbauen. Vorbilder sind beispielsweise das Logistikunternehmen Maersk mit 43.000 Abonnenten oder der E-Mail-Service Mailchimp, der eine Interaktionsrate von 3,98 Prozent aufweisen kann.

Vor allem der Beziehungsaufbau zu Followern ist auf Instagram sehr viel leichter zu erreichen als etwa bei Twitter. Denn Bilder rufen eine starke emotionale Reaktion hervor. Außerdem wird visueller Content sehr viel schneller vom Gehirn verarbeitet als Text – und zwar bis zu 60.000-mal! Zusätzlich bietet Instagram zum Bild viel Platz für ergänzende Informationen und Geschichten.

Eine gute Strategie ist das A und O

Doch alle Vorteile nützen nichts, wenn Sie sich ohne Vorbereitung und durchdachter Strategie in das Netzwerk stürzen. Um erfolgreich zu sein, sind ein paar Regeln zu beachten, die sowohl für B2B- als auch für B2C-Unternehmen gelten:

1. Ziel:

Der erste Schritt ist die Definition des Ziels. Was wollen Sie mit einem Profil auf Instagram erreichen und wen möchten Sie ansprechen? Möchten Sie etwa Aufmerksamkeit für die Marke schaffen, neue Mitarbeiter anwerben, die Kundenbindung stärken oder neue Zielgruppen erreichen? Anschließend stellt sich die Frage, ob die Zielgruppe, die Sie ansprechen möchten, tatsächlich auf Instagram aktiv ist. Dazu können Sie zum einen auf Statistiken zurückgreifen: Die Infografik von Jungmut zeigt beispielsweise, dass 73 Prozent der Nutzer zwischen 15 und 35 Jahre alt sowie 64 Prozent weiblich sind. Zum anderen ist es sinnvoll, nach relevanten Hashtags zu suchen: Wie häufig werden sie verwendet? Sind Ihre Themen für die Nutzer interessant?

2. Planung:

Haben Sie sich entschieden, was Sie mit Ihrem Instagram Profil erreichen möchten, geht es an die konkrete Planung: Welche Ihrer Themen und Produkte sind geeignet und wie lassen sie sich in ansprechende Bilder übersetzen? Möchten Sie einen Blick hinter die Kulissen gewähren oder wollen Sie sich auf Ihre Produkte konzentrieren? Dabei sollten Sie Ihre übergreifende Kommunikationsstrategie nicht aus den Augen verlieren und den Instagram Account sinnvoll einbetten. Aber wichtig: Kopieren Sie keine anderen Nutzer, sondern werden Sie selbst kreativ und entwickeln Sie einen eigenen Stil! Nur so sind Sie für die Nutzer interessant.

3. Bildauswahl:

Da der Fokus bei Instagram auf visuellen Inhalten liegt, sollten Sie Ihre Bilder sorgfältig auswählen. Wichtig sind hochwertige und einzigartige Fotos! Sie sollten nicht so aussehen, als wären sie nebenbei schnell mit dem Handy geknipst worden. Investieren Sie in einen guten Fotografen und entwickeln Sie eine einheitliche Bildsprache. Achten Sie darauf, dass sowohl das Profil als auch die geposteten Bilder eindeutig gebrandet sind. Die meisten Nutzer sind zu ihrer Unterhaltung auf Instagram. Also erzählen Sie eine Geschichte mit Ihren Fotos, um ihnen einen Mehrwert zu bieten. Dabei helfen auch aussagekräftige Kommentare und sinnvolle Hashtags, die zusätzlich für Reichweite sorgen. dm_Deutschland setzt das bereits erfolgreich um. Und ganz wichtig: Verwenden Sie ausschließlich Ihr eigenes Bildmaterial beziehungsweise achten Sie bei gekauften Bildern genau auf die Lizenzbedingungen und die Urhebernennung.

4. Zeit und Geld investieren:

Die Chancen stehen gut, auf Instagram einen erfolgreichen Unternehmensauftritt aufzubauen. Doch nur dann, wenn Sie bereit sind, Zeit und Geld zu investieren. Sie sollten Inhalte produzieren, die speziell auf Instagram zugeschnitten sind. Es muss sich jemand aktiv um den Account kümmern – am besten ein Mitarbeiter oder eine Agentur, der sich ausführlich mit der Plattform auseinander gesetzt hat und sich mit den Besonderheiten und Möglichkeiten auskennt. Denn wirklich erfolgreich ist nur, wer sich im Netzwerk engagiert – mit Likes, Kommentaren und zeitnahen Antworten auf Kommentare unter den eigenen Beiträgen.

Angesichts der stetig wachsenden Nutzerzahlen und dem großen Engagement der User lohnt es sich für Unternehmen, Instagram in ihr Social Media Portfolio aufzunehmen.

von Tanja Gottwald

Suche
Twitter

Copyright © 2018 Fortis PR.BlogKontaktImpressumDatenschutzDEEN

Diese Website verwendet nur erforderliche Cookies, die für das Funktionieren der Website unerlässlich sind. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung von diesen Cookies zu. Cookies für Analyse, Personalisierung, Werbung und von sozialen Medien werden nicht eingesetzt.

Mehr InfoEinverstanden