3. Februar 2016

Denise Schindler goes Südafrika: So trainiert die Para-Olympionikin

Denise Schindler beim Training in SüdafrikaÜber 14.000 Kilometer entfernt vom heimischen Dachau dreht Para-Cyclerin Denise Schindler bei rund 30°C ihre Runden am Westkap Südafrikas – sie ist zur Vorbereitung auf die Paralympischen Spiele in Rio 2016 im Trainingslager in Stellenbosch. Seit etwa zwei Jahren begleiten wir die unterschenkelamputierte Para-Profisportlerin in Sachen PR und Sponsoring. Als Denise zwei Jahre alt war, rutsche sie bei Eis und Schnee aus und geriet unter eine Straßenbahn. Die Folgen: Amputation des rechten Unterschenkels, Versteifung des linken Sprunggelenks und etliche Operationen. Nachdem Sie mit 21 Jahren ihre Leidenschaft für das Fahrradfahren entdeckte, kurz darauf Bahnweltmeisterin wurde und 2012 bei den Paralympischen Spielen in London die Silbermedaille holte, steht sie nun vor einem weiteren Meilenstein in ihrer Karriere – die Paralympics in Rio 2016.

Südafrika – warm, vielfältig und modern

Erster Stopp auf ihrer Road to Rio ist ein dreieinhalb-wöchiges Trainingslager im südafrikanischen Stellenbosch diesen Januar. „Südafrika ist perfekt dafür. Zum einen kann ich mich durch die Wärme schon etwas auf die klimatischen Bedingungen in Brasilien vorbereiten und zum anderen ist Stellenbosch wirklich ein Eldorado an Streckenmöglichkeiten – lang, kurz, flach, bergig – alles ist möglich. Dort kann ich auch alle technischen Aspekte wunderbar trainieren“, sagt Denise.

Road to Rio. Denise Schindler trainiert für Para-Olympische Spiele 2016

Road to Rio. Denise Schindler trainiert für Para-Olympische Spiele 2016

Neben den Fahrten auf der Straße verbringt die Para-Radfahrerin viel Zeit im Stellenbosch University Performance Institute (SUSPI). Die universitätseigene Einrichtung hat alles, was das Sportlerherz begehrt: Geräte für Kraft- und Ausdauertrainings, Schwimmbecken, Möglichkeiten für verschiedenste Leichtathletik-Sportarten und ein modernes Regenerationszentrum mit Eisbecken. Dort befindet sich Denise in bester internationaler Gesellschaft, denn auch Olympia- sowie Paralympic-Teams aus Schweden, Belgien und den Niederladen absolvieren dort ihr Trainingslager. „Es macht unglaublich viel Spaß, sich in einem so tollen Umfeld auf Rio vorzubereiten. Jeder arbeitet auf das gleiche Ziel hin und im SUSPI gibt es unendlich viele Möglichkeiten“, freut sich Denise. Mit von der Partie ist auch ihr langjähriger Trainer Tobias Bachsteffel von Bunz Sportcoaching. Er betreut Denise jetzt schon seit acht Jahren und hat sie auch in Südafrika bei den meisten ihrer Trainingsfahrten begleitet. Außerdem hat er auch immer Denises Kraftübungs-Plan im Auge.

Get up, eat, work out – repeat!

Viel Zeit für Sightseeing blieb Denise in den dreieinhalb Wochen Südafrika nicht – der Hafen von Kapstadt und ein Besuch am Tafelberg waren drin – damit sind die insgesamt drei Ruhetage gefüllt. An allen anderen Tagen hieß es früh aufstehen, Käseomelett und frische Früchte als Startermahlzeit, elektronisches Muskelstimulationsprogramm mit Compex, dann für vier bis fünf Stunden ab aufs Rad oder zwei Stunden Radfahren.

Denise Schindler Para-Olympionikin

Im Anschluss zwei Stunden in den Kraftraum, Mittagessen, wieder elektronische Muskelstimulation, duschen, Regeneration, Abendessen und schlafen. Auch bei der Ernährung passt die Sportlerin auf: Genug Proteine sind das A und O. Gesunde Kohlenhydrate wie Vollkornprodukte, ausreichend Spurenelemente und Vitamine vollenden ihr perfektes Fitnessgericht. Denise weiß, dass Stellenbosch ein wichtiger Meilenstein in ihrer Vorbereitung ist: „Mit dem Trainingslager in Südafrika lege ich die Basis für Rio. Ich war viel mit dem Rad auf der Straße unterwegs, verbrachte insgesamt 1.600 Kilometer auf dem Sattel. Aber nicht nur das Training auf dem Rad ist mir wichtig, ich konzentriete mich auch stark auf mein Krafttraining, auf Stabilisation und aufs Athletiktraining. Ich fühle mich super fit und freue mich auf die nächsten Monate, wenn es weitergeht auf meiner Road to Rio!“

Im Februar fliegt Denise Schindler in ihr zweites Trainingslager nach Mallorca. Mitte März gilt es dann, sich bei der Bahn Weltmeisterschaft im italienischen Montichiari zu behaupten – den Blick immer in Richtung Rio.

von Andrea Plücke

Suche
Twitter

Copyright © 2019 Fortis PR.BlogKontaktImpressumDatenschutzDEEN

Diese Webseite verwendet nur erforderliche Cookies, die für das Funktionieren der Webseite unerlässlich sind. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von diesen Cookies zu. Cookies für Analyse, Personalisierung, Werbung und von sozialen Medien werden nicht eingesetzt.

Mehr Info   Einverstanden